Fachwerkträger (Dachbinder)

Die industrielle Produktion moderner Fachwerkträger-Systeme (Dachbinder) gewährleistet einen optimalen Materialeinsatz.

In den letzten Jahrzehnten wurden in vielen europäischen Ländern umfangreiche Forschungen zur Optimierung und werkseitigen Herstellung von Dachkonstruktionen durchgeführt. Die klassischen Dachstühle mit Pfetten und Hängesprengwerken werden zunehmend durch einheitliche Konstruktionselemente ersetzt, die in einer Ebene die Funktion von Sparren und Zugbalken übernehmen. Dank moderner Verbindungsmittel und patentierter Systeme finden Fachwerkträger heute sehr häufig Anwendung.

Domprojekt verwendet in der industriellen Produktion von Fachwerkträgern das System Wolf.

Die Gebäudegeometrie wird in die Software eingegeben und daraus werden räumliche Modelle erstellt. Je nach Bauort, Höhenlage, Geländeart und den projektierten Dachschichten werden die entsprechenden Lasten berücksichtigt.

Die Knotenpunkte der Fachwerkträger werden mit gezahnten Metallplatten verbunden. Die Holzelemente, die Flächen und die Ausrichtung der Metallplatten werden innerhalb des Softwarepakets dimensioniert.

Alle Holzelemente werden auf CNC-Maschinen mittels 3D-CAD/CAM-Technologie zugeschnitten.

Nach dem Zusammenbau der Elemente werden die Zahnplatten aufgelegt und mit einer Presse in das Holz eingedrückt.

Es steht eine breite Palette von verzinkten Stahl-Zahnplatten in unterschiedlichen Dicken, Abmessungen und Formen zur Verfügung - als Antwort auf steigende Anforderungen im Bauwesen sowie zur Erleichterung von Transport und Montage.

Während die frühen Softwarelösungen nur einfache Standardträger berechnen konnten, gibt es heute keine geometrischen oder funktionalen Einschränkungen mehr. Fachwerkträger werden im Dachbau von Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Industriehallen, als Gerüste, Schalungskonstruktionen für Brücken, Tribünen und Aufstockungen eingesetzt.

Fachwerkträger/Dachbinder haben viel mehr Vorteile im Vergleich zu klassischen Dachkonstruktionen.

Geringerer Holzverbrauch, niedriges Eigengewicht, konstante Fertigungsqualität im industriellen Umfeld, keine Notwendigkeit einer massiven Deckenplatte, große Spannweiten ohne innere Stützen, schnelle und präzise Montage auf der Baustelle

Am unteren Gurt des Fachwerkträgers werden die Unterkonstruktion und Beplankung, am oberen Gurt die Schichten des Dachaufbaus montiert. Der Raum zwischen den Trägern kann als Abstellfläche genutzt werden.

Die häufigsten Typen sind dreieckige Einfach- und Doppeldachbinder, Binder mit parallelen Gurten,

trapezförmige- und Scherenbinder, Binder mit ausbaufähigem Dachraum. Diese Trägertypen bilden die Grundlage für die Gestaltung aller Arten von Dachkonstruktionen und Ingenieurbauten.